Konkave Beugungsgitter im Spritzgussverfahren

31.07.2018
Konkave Beugungsgitter im Spritzgussverfahren
Über eine bahnbrechende Versuchsreihe mit konkaven Beugungsgittern wird kdg opticomp F&E-Projektleiter Dr. Manuel Walch bei der kommenden LpS in Bregenz referieren. Diese komplex aufgebauten Mikrostrukturen können nun erstmals auch im Spritzguss abgeformt und repliziert werden.
Der Vortrag "Injection Moulded Diffraction Gratings on Curved Surfaces. A Breakthrough for a Cost-Effective Industrial Mass-Production" von kdg opticomp F&E-Projektleiter Dr. Manuel Walch (re, hier gemeinsam im Bild mit kdg opticomp Head of Technology Alexander Wörle) findet im Rahmen der LpS am 26. September 2018, um 9.30 Uhr im Seefoyer des Festspielhauses Bregenz statt.
Für ein Unternehmen, das so wie wir aus der optischen Medienfertigung kommt, ist die Abformung von Mikro- und Nanostrukturen produktionstechnischer Alltag. Denn jede CD, jede DVD basiert auf diesen Strukturen, die dort allerdings Pits und Lands genannt werden und quasi auf einer kreisförmigen Linie von innen nach außen verlaufen. Allerdings liegen die Strukturen da auf einer planaren Oberfläche, sprich Scheibe. Für lichttechnische Anwendungen im Analytikbereich kommen ebenfalls Mikrostrukturen, unter anderem in Form von Beugungsgittern auf planaren wie auch gekrümmten Oberflächen zum Einsatz. Diese Strukturen spalten das einfallende Licht in seine Spektralfarben, welche wiederum das Setup für die weitere Analyse bilden. Bis dato konnte die geforderte Hochpräzision von Beugungsgittern auf gekrümmten Oberflächen nur in Glas abgebildet werden, ein gleichermaßen aufwendiges wie teures Fertigungsverfahren. 
 
kdg opticomp ist es im Auftrag eines Kunden nun erstmals gelungen, diese Beugungsgitter auch im Spritzgussverfahren exakt abzuformen, was den gesamten Herstellungsprozess dieser komplexen und anspruchvollen optischen Komponenten nicht nur immens beschleunigen, sondern auch bahnbrechend günstiger machen wird. Im Rahmen des LED professional Symposium, kurz LpS vom 25. bis 27. September im Festspielhaus in Bregenz wird kdg opticomp F&E Projektleiter Dr. Manuel Walch der Fachwelt nun erstmals über diese bahnbrechende Versuchsreihe berichten. Fertigungstechnisch orientierten sich Walch und sein Team dabei an der Prozesskette der klassischen CD/DVD-Herstellung: also zunächst massive galvanische Nickelabformung der Submikro- und Makrostrukturen für den Einsatz des Spritzgusswerkzeuges, dann hochpräzise Abformung von Replikaten im Spritzgussverfahren. Auch wenn die ersten Versuche vorerst 'nur' mit einem konkaven Beugungsgitter realisiert wurden, so ist die Technologie grundsätzlich für alle Anwendungen von Mikrostrukturen auf makroskopischen Geometrien einsetzbar. Daher dürften Walchs Ausführungen auf der Lps schon für einiges Aufsehen sorgen.
 

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